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In diesem Teil meines Berichtes soll es um die Einrichtung von XMBC gehen, wie die MySQL-Datenbank für XBMC eingerichtet wird und wie ihr sehr einfach eure Videos und Musik in der Datenbank mittels Webinterface von überall in der Welt einsehen könnt. Letzteres nutze ich vor allem dafür, meinen Freunden einen Einblick in meine Datenbank zu geben, damit die Videoabende direkt mit einem Film und nicht mit der lang andauernden Auswahl eines Filmes beginnen.

Einrichten der Datenbank

XBMC erstellt bei der ersten Verbindung zwei Datenbanken, einmal für Video- und einmal für die Audiodateien. Damit XBMC die Datenbanken erstellen kann, solltet ihr dem XBMC-User alle Rechte geben. Sind die Datenbanken einmal erstellt, könnt ihr die Rechte auf die Nutzung der dann erstellten Datenbanken beschränken.

Aber zuerst müssen wir einen Nutzer für XBMC für die Nutzung der Datenbanken einrichten. Dies geht am schnellsten über die Kommandozeile:

Oder aber mit Hilfe von phpMyAdmin, dies setzt aber einen laufenden Apache-Server voraus, dazu später dann mehr.

Einrichten von XBMC

Das ablegen der Film-, Serien- und Musikdaten in einer MySQL-Datenbank ist sehr leicht. Man muss XBMC nur mittels einer kleinen Datei mitteilen, dass anstelle der normalen Textdatei, die MySQL-Datenbank genutzt werden soll. Hierzu wird im userdata-Verzeichnis von XBMC die Datei advancedsettings.xml mit folgendem Inhalt angelegt.

Unter host müsst ihr den MySQL-Server eintragen, solltet ihr einen anderen als den Standard-Port verwenden, muss auch dieser editiert werden. Nutzername und Passwort entsprechend dem Nutzer den ihr in der MySQL-Datenbank vergeben habt editieren und fertig.

Beim nächsten Start von XBMC sollten nun die Datenbanken eingerichtet werden, dies könnt ihr z.B. mit phpMyAdmin sehr leicht überprüfen. Da wir noch keine Quellen angegeben haben, bleiben die Tabellen anfangs leer, wundert euch also nicht.

Freigeben der Daten

Ziel dieses Vorhabens ist es ja, unsere Mediendateien an alle beteiligten Clients streamen zu können. Dafür müssen die einzelnen Instanzen von XBMC aber nicht nur auf die gemeinsame Datenbank zugreifen können, sondern auch auf die Dateien selbst.

Unter Linux lässt sich das alles sehr leicht einrichten, unter Windows ist es aber auch kein Hexenwerk (Einfach im Netzwerk freigeben und Pfade übernehmen!).

Unter Linux habe ich mich für die Freigabe der Dateien mittels NFS entschieden. Es wäre auch möglich die Dateien mit Hilfe eines Samba-Servers freizugeben, dies wäre sogar notwendig wenn Windows-Maschinen beteiligt wären, in einer reinen Linux-Umgebung ist NFS aber schneller und daher die bessere Wahl.

Die NFS-Freigaben könnt ihr entweder direkt in der entsprechenden Konfigurationsdatei /etc/exports angeben, oder etwas bequemer mit Hilfe eines Konfigurationstools, z.b. YAST. Ihr müsst entweder nur das Rootverzeichnis zu eurem Medienordner freigeben, oder jede einzelne Festplatte die Daten enthält, die in XBMC abgespielt werden sollen.

Bei mir sind meine beiden Festplatten jeweils im Ordner /home/medien gemountet, daher ist es ausreichend diesen Ordner einmalig freizugeben.

Nun müsst ihr auf allen Clients UND dem Server XBMC noch mitteilen, wo eure Daten zu finden sind. Hierzu editiert ihr die Datei sources.xml im userdata-Order von XBMC, oder erstellt sie, wenn sie noch nicht vorhanden ist.

Alternativ kann das mounten der NFS-Laufwerke bereits beim Booten erfolgen. Hierzu müssen die entsprechenden Einträge in /etc/fstab eingetragen werden. Informationen hierzu finden sich im Web. Bei mir hat sich dieser Weg als der stabilere und schnellere erwiesen. Im dritten Teil geht es dann um die Hardware.

Mediencenter mit XMBC und Zuspielern für Fernseher und Monitore (Raspberry Pi) – Teil 2

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