Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern immer häufiger auch ein neues Smartphone. Auslöser war dieses mal kein Diebstahl, sondern ein kaputtes Display bei meinem Nexus 4, welcher leider dazu führte, das die unteren 80-100 Pixel des Touchscreens ihre Funktion verweigerten. Ein Austausch des Displays gibt es bereits ab 120€ z. B. hier, allerdings keimte in mir schon etwas länger der Wunsch nach was neuem, vor allem etwas größer dürfte es sein.

Ich schielte schon etwas länger auf das 1+ One, hatte mich hier auch schon früh in den Mailverteiler eingetragen, dass zugrunde liegende „Einladungs“-System war mir dann aber doch zu wage, eine Alternative musste her. Fündig wurde ich recht schnell, OPPO ist das Zauberwort. OPPO baut mit dem Find 7 und der etwas kleineren Schwester Find 7A zwei Handys, die in Sachen Hardware ebenfalls als „Smartphone Killer“ zu bezeichnen sind (zwar nicht gar so günstig wie das OPO, aber immer noch günstiger als Samsung und Apple). Insbesondere der schnelle Quadprozessor und die Kamera von Sony waren für mich ein Grund das Handy zu kaufen. Ebenfalls positiv sind der SDCard-Slot, der austauschbare Akku und die Schnellladefunktion um nur drei zu nennen.

Geliefert wird das Handy in einer schmucken Verpackung, die der des OPO übrigens sehr stark ähnelt. Man munkelt ja, dass es dann doch die gleiche Firma ist, OPO die etwas „billigere“ Tochter sei, die man benötige um in China der günstigen Konkurrenz seitens Xiaomi gewachsen zu sein. Dem Handy liegen die üblichen Geräte bei, Ladegerät (ein dicker Brummer, der wird für VOOC aber benötigt), In-Ear-Kopfhörer mit Kabelfernbedienung und eine Ersatzfolie für das Display (eine Folie ist bei Auslieferung bereits aufgebracht!).

Das Handy macht einen wertigen Eindruck und liegt trotz seiner Größe von 5,5″ gut in der Hand. Bei der Auslieferung war das OPPO-eigene ColorOS installiert. Über ColorOS kann man an sich nicht meckern, ich wechselte aber doch recht schnell zu einer passenden Cyanogenmod-Version. Mit dieser funktionieren im Moment noch nicht alle Funktionen, aber die mir wichtigen werden davon abgedeckt. Die super Kamera des Handys wird mit der Kamera-App des OPO noch etwas besser, die Bilder sind wirklich der Wahnsinn.

Eine kleine Schwäche hat das Handy allerdings, die Partitionierung. Wie im unten stehenden Bild zu sehen, stehen für die installierten Apps nur ca. 3 GB zur Verfügung, für Daten dann noch weitere 9GB. Dieses Partitionslayout gibt OPPO leider so vor, es wird daher auf für die ROMs der Cyanogen-Community genutzt. Abhilfe schaffen hier ROMs und deren Entwickler, die auf „unified Storage“ setzen. Hier wird vor der Installation des ROMs der verbaute Speicher im Handy (quasi die Festplatte des darauf installierten Systems) neu partitioniert. Im Anschluss stehen für Apps und Daten zusammen 12 GB zur Verfügung. Nutzt man nun noch eine SD zur Auslagerung der Daten (z.B. Spotify Musik), so stehen sogar 12GB nur für die Apps zur Verfügung.

Achtung: Ein auf „unified Storage“ umgestelltes OPPO Find 7A benötigt darauf angepasste ROMs! Eine Liste aller für Unified Storage verfügbaren ROMs finden sich in dem bereits verlinkten Artikel aus den OPPO Development Foren. Ich selbst plane einen Wechsel zu Unified Storage und werde dann zur Nameless ROM greifen. Meine Erfahrungen werde ich hier natürlich posten!

Kommen wir noch kurz zum zusätzlichen Zubehör. Ich habe mir zum Schutz des OPPO, schließlich ist mein Nexus 4 ja beim Herunterfallen kaputt gegangen, zwei Hüllen für das Find 7A gekauft. Beide sind von Nillkin (China). Das gerade genutzte „Frosted Shield“ habe ich über Ebay erstanden (LINK), es kostet nicht einmal 6€, die Lieferzeit betrug ca. 2 Wochen. Als zweite Hülle habe ich mir über Amazon eine klappbare Schutzhülle geholt (Nillkin NK00040 (Partnerlink) ), auch hier betrug die Lieferzeit ca. 2 Wochen. Der Schutzhülle lagen noch eine Displayfolie sowie ein Reinigungstuch bei. Da das Display des Find 7A sowieso mit einer Folie geschützt ist, habe ich mich im Moment aber für das Frosted Shield entschieden!

Als SD Karte kam eine 32GB Karte von SanDisk (Partnerlink) zum Einsatz, allerdings gab es hiermit unter Cynogenmod große Probleme (Karte wurde nur hin und wieder erkannt), daher wird sie im Moment nicht genutzt. Mit der Umstellung auf eine Unified ROM soll sich das dann ändern.

Zu guter letzt seien noch meine NFC-Tags (Partnerlink) erwähnt. Ich nutze diese Tags um mit Hilfe der App Llama Einstellungen des Handys mit Hilfe des NFC-Sensors zu ändern. Als Beispiel sei hier das Auto genannt. Ich habe einen NFC-Tag an der Smartphone-Halterung angebracht und einen im inneren Türrahmen. Erkennt mein Smartphone den NFC-Tag an der Halterung, wechselt die Displayhelligkeit zu automatisch, die Displayrotation wird aktiviert, der Kopfhörerausgang auf MAX geschalten und Spotify startet. Scanne ich beim Verlassen des Autos den NFC-Tag im Türrahmen, wird die Displayhelligkeit wieder auf 15% eingestellt, die Autorotation wird abgeschalten und auch die Lautstärke wird wieder reduziert. Eine Spielerei ich weiß, aber eine die Spaß macht!

Update: Um auch GPS mittels Llama de- und aktivieren zu können benötigt es erweiterter Rechte. Wie das geht steht hier.

OPPO Find 7A – Meine OPO Alternative

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