Vor ein paar Tagen war in der FAZ zu lesen, dass die Wirtschaft mehr Geld für die Universitäten fordert, natürlich nicht von sich selbst, sondern vom Staat, dabei proftieren ja gerade sie von gut ausgebildeten Akademikern, dafür etwas zu zahlen, was über die üblichen Spenden hinausgeht, scheint ihnen noch nicht in den Sinn gekommen zu sein.
In Amerika ist es dagegen usus, auch nach dem Abschluss noch Spenden für die eigene Universität zu entrichteten, sofern man Geld zum spenden hat, in Deutschland ist man mit dem Abschluss raus und findet nur selten den Weg zurück, Beispiele wie die Volkswagen-Bibliothek der TU Berlin sind noch sehr selten, und gehen eigentlich auch noch nicht weit genug.

Der Staat kann die Universitäten nicht mit der Menge Geld versorgen die sie benötigen um eine gute Lehre durchführen zu können, damit sind zum einen die nötige Renovierung der Gebäude, aber auch eine höhere Anzahl an Stellen für Professoren, Post-Docs und WiMis gemeint, und damit auch endlich Tutorien in kleinen Kreisen und nicht im vollgestopftem Audimax.

Auch die Qualität der Lehre dürfte steigen, mehr Personal nimmt die Last von den Professoren, die einen Großteil ihrer Zeit in Gremien und Besprechungen verplempern um dort wie Kinder im Kindergarten um Gelder zu streiten während parallel eine studentische Hilfskraft das Skript und die Folien für die Vorlesung des Professors verfasst, grandios kann man hierzu nur sagen.

Der Umgang der Studiengebühren in Hamburg – Link – gefällt mir gar nicht so schlecht, aber es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, damit kann man keine Gebäude renovieren, dass langt gerademal für genug Moltofill um die Risse in den Wänden zu stopfen, der Staat und vor allem die Industrie muss ran, wo bleibt das Mercedes-Benz Gebäude für die Fahrzeugtechniker, wo das EADS-Gebäude für die Luft- und Raumfahrttechniker, die Bayer-Bibliothek für die Chemiker?
Wobei hier nicht nur die Million für den Namenszug fällig wäre, sondern der Bau und der Betrieb des Gebäudes für einen längeren Zeitraum, Geld genug haben sie alle, dass diese Investitionen sich auch lohnen könnten, muss wohl erst noch durchsickern.

Studiengebühren

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