VW Jetta C – Bj. 1981
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Weitere Artikelserien zum Jetta:
Serie 1 - 2011 bis 2013
Serie 2 - 2014 bis heute

Einige Wochen sind vergangen und leider nicht allzu viel passiert, dafür 2500km mehr auf dem Tacho und um die Erfahrung reicher, dass ein Unterbrechkontakt die Welt bedeuten kann. Aber fangen wir von Anfang an.

Wie hier schon zu sehen, sollten meine schönen Nothelle-Felgen im Sommer meinen Jetta zieren, nur leider standen hier die Radkästen noch im Wege. Mit der Sicherheit eines vorhandenen Gutachtens in der Tasche suchte ich daher einen Karosseriebauer auf und ließ mir, wie im Gutachten gefordert, meine Radhauskanten nochmals professionell und komplett umlegen. Wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist, galt es die Lackschäden danach Auszubessern und wieder zu Versiegeln, die Kunststoffverbreiterungen müssen nun noch angepasst und wieder montiert werden. Allerdings sind diese nun nicht mehr verschraub bar sondern werden verklebt.

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In einem anderen Artikel habe ich bereits meine kleine „Schaltzentrale” erwähnt, mit der ich mein Autoradio nebst Verstärker, Stromversorgung des Handys und die Standheizung schalten kann. Diese wurde nun nochmals überarbeitet (andere Widerstände zwecks dunklerem Farbton, …) und mit einem Stecker versehen, so dass der Ein- und Ausbau in Zukunft vereinfacht wird.

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Ein wenig frustriert, da ich die Reifen vor dem Urlaub nicht mehr eingetragen bekommen hatte, ging es dann ab in den Süden. Im kalten Zustand machte das liebe Auto wie immer ein paar Probleme, einmal auf Tour verbesserte sich der Zustand aber zusehends. Im Urlaub angekommen mangelte es dann aber doch merklich an Durchzugskraft.

Auf halber Strecke der Rundreise und weiterem Leistungsverlust ging es an eine erste Diagnose. Vergasereinstellung überprüfen, Leerlauf nachregeln, Zündkerzen untersuchen (im Endeffekt auch gewechselt). Uralte und brüchige Zündkabel gewechselt … aber immer nur marginale Verbesserungen gespürt. Es half alles nichts, die Reise ging weiter, back on the road und gib ihm.

Beim letzten Zwischenstopp wurden die Probleme dann noch deutlicher, der gute Junge wollte nun gar nicht mehr anspringen, nur gutes Zureden und eine zum Bersten gefüllte Batterie konnten ihn dann doch noch überzeugen. Mit einem sensiblen Gasfuß musste eine Mindestdrehzahl gehalten werden, sonst erstarb der Motor sofort.

Die letzte Etappe der Rundreise war zu 95% geschafft da stellten sich uns doch glatt mehrere hundert Autos in den Weg, STAU! Mit justierten Gasstößen wurde der Motor am Leben gehalten bis er, zum Glück an einer günstigen Stelle, endgültig erstarb. Jeder Startvorgang war erfolglos, es half nichts, zum ersten mal in 11 Jahren mussten die Engel her.

Schneller als erwartet, ~15 Minuten, nahte die Rettung in gelb und ging, nach kurzem Durchschlängeln zum nächsten Parkplatz (wobei Jettas ja auch ne schlanke Linie haben) auch sofort ans Werk. Die Probleme schön sorgfältig aufgelistet ging der erfahrene Helfer zielstrebig auf den Zündverteiler los. Fünf Minuten später die Diagnose: Unterbrecherkontakt!

An so ziemlich alles hatte ich gedacht, aber nicht an dieses kleine Mistding. Nun ja, etwas poliert, gangbar gemacht und eingestellt kam der Motor sofort und jagte gleich ordentlich hoch (Vergaser war ja “nach gestellt” worden). Kurze Justierung mit dem Schraubenzieher und er lief wie ein Uhrwerk.

Über beide Ohren grinsend wurden die letzten 5% der Rundreise angetreten und neben dem Glück über einen laufenden Motor kam auch noch übermäßiger Fahrspaß dazu, nun hat er auch endlich wieder 60PS und keine gefühlten 10.

Der Motor war noch nicht kühl, da wanderten im Browser schon zwei Unterbrecherkontakte, zwei Lauffinger, zwei Verteiler und eine Zündspule in den Einkaufskorb. Einbau erfolgt in den nächsten Wochen und jährlich überprüft wird er nun auch.

Soviel vorerst, aber noch lange nicht am Ende!

VW JETTA C – BJ. 1981 – ES WERDE EIN H! – TEIL 8

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